Aktuelles

NRW will Mitarbeiterbeteiligung fördern

Foto: Land NRW

Mitarbeiterbeteiligungen an Start-ups sollen nach Willen der nordrhein-westfälischen Landesregierung steuerlich attraktiver werden. Die Steuerfreigrenze für solche Beteiligungen soll von derzeit 360 Euro auf 5000 Euro jährlich angehoben werden. Das sieht eine am Dienstag vom Kabinett verabschiedete Gesetzesinitiative vor, die das Land am 6. Juli in den Bundesrat einbringen will.

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Personaldebatte mit Kai Whittaker

Neben Gehalt, Freizeitausgleich und Vertrauensarbeitszeit bietet auch das Modell der Mitarbeiterbeteiligung attraktive Möglichkeiten, die Bindung an das eigene Unternehmen zu verbessern. Kai Whittaker, MdB, Mitglied des Ausschusses für Arbeit und Soziales, CDU-Bundestagsfraktion, und AGP Geschäftsführer Dr. Heinrich Beyer diskutierten auf der PEAG Personaldebatte in Berlin darüber, was sich ändern muss, damit sich dieses Konzept in der Unternehmenspraxis breitflächig durchsetzt. „In Deutschland fehlt ein breiter Diskurs zur Beteiligung von Mitarbeitern am wirtschaftlichen Erfolg von Unternehmen. Zurzeit werden mehr die Risiken von allen Beteiligten gesehen als die Chancen. Es geht vor allem darum, dass mehr kleinere und mittlere Unternehmen Möglichkeiten der Mitarbeiterbeteiligung in Anspruch nehmen“, betonte Kai Whittaker. Dr. Heinrich Beyer wies darauf hin, den Fokus stärker auf Kapitalbeteiligung zu setzen und damit die dritte Säule der Vermögensbildung zu stärken. Dies sei auch Aufgabe der Politik hierzulande, denn nur knapp 15% der Deutschen investieren in Aktien oder kapitalmarktnahe Anlageprodukte. In anderen europäischen Ländern liegen die Werte bei 30-50%. „Hier müssen wir einfach besser werden“, so Beyer.

Tagungsbericht Jahrestagung Mitarbeiterbeteiligung

Am 16. Mai 2018 fand in den Räumen der Evonik Industries AG in Essen die Jahrestagung Mitarbeiterbeteiligung statt. Vom Mittelstand bis zur Aktiengesellschaft zeigten Unternehmensvertreter und Experten an diesem Tag die Vielfalt erfolgreicher Beteiligungsprogramme und diskutierten mit Vertretern aus Politik und Verbänden über Chancen und Möglichkeiten einer nachhaltigen Verbesserung der Mitarbeiterbeteiligung in Deutschland. Den ausführlichen Tagungsbericht finden Sie >>hier

Goldbeck ist AGP-Sterne Preisträger 2018

Die Goldbeck GmbH wurde am 16. Mai für ihr beispielhaftes Beteiligungsprogramm für Mitarbeiter mit dem Partnerschaftspreis des Bundesverbands Mitarbeiterbeteiligung, den „AGP Sternen 2018“, ausgezeichnet. Ortwin Goldbeck, Gründer und Beiratsvorsitzender der Goldbeck GmbH, nahm den Preis im Rahmen der Jahrestagung Mitarbeiterbeteiligung in den Räumen der Evonik Industries AG in Essen entgegen. „Inspiriert durch Reinhard Mohn hat mich die Mitarbeiterbeteiligung mein gesamtes unternehmerisches Leben lang begleitet. Es freut und ehrt mich daher umso mehr, den Partnerschaftspreis der AGP zur Auszeichnung unseres langjährigen Beteiligungsmodells zu erhalten“, so Ortwin Goldbeck anlässlich der Preisverleihung.

Jahrestagung Mitarbeiterbeteiligung

Am 16. Mai 2018 findet am Firmensitz der Evonik Industries AG in Essen die Jahrestagung Mitarbeiterbeteiligung statt. Die bundesweit einzigartige Tagung informiert Unternehmen sowie Vertreter aus Politik, Verbänden und Gewerkschaften über Chancen und Möglichkeiten der finanziellen Teilhabe der Mitarbeiter an ihren Unternehmen.

Als Referenten und Impulsgeber werden u.a. Staatssekretär Dr. Edmund Heller, Thomas Wessel, Personalvorstand und Arbeitsdirektor der Evonik Industries AG, der Ökonom Prof. Dr. Jens Südekum und die Professorin für Personal- und Unternehmensführung Dr. Astrid Szebel-Habig ihre Positionen und Sichtweisen einbringen. Für sein beispielhaftes Mitarbeiterbeteiligungsprogramm wird außerdem im Rahmen der Tagung der Gründer und heutige Beiratsvorsitzende der Goldbeck GmbH, Herr Ortwin Goldbeck mit den „AGP Sternen 2018“ ausgezeichnet.

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Kommentar zum Koalitionsvertrag

AGP Geschäftsführer, Dr. Heinrich Beyer.

Wenn auch die Befragung der SPD-Basis noch aussteht, so besteht aus Sicht des Bundesverband Mitarbeiterbeteiligung - AGP doch Hoffnung, dass man auch mit der künftigen Bundesregierung über die Verbesserung der Rahmendbedingungen der Mitarbeiterbeteiligung in Deutschland weiter im Gespräch bleiben wird. Zwar finden die Themen Altersvorsorge und Vermögensbildung keine Berücksichtigung im Koalitionsvertrag, immerhin einigten sich die beiden Koalitionspartner aber darauf, neue Möglichkeiten der Mitarbeiterbeteiligung zu prüfen. AGP Geschäftsführer Dr. Heinrich Beyer bewertet dies als Teil-Erfolg des Berliner Appells, in dem im vergangenen Herbst hochrangige Vertreter der deutschen Wirtschaft und Repräsentanten von Wirtschaftsverbänden die künftige Bundesregierung aufgefordert hatten, sich für mehr Vermögensbildung in Arbeitnehmerhand einzusetzen. „Das ist sicher nicht der ganz große Wurf, den wir uns auf Grund der Dringlichkeit der Themen erhofft hatten, aber angesichts der turbulenten Regierungsfindung in den letzten Monaten sehen wir es als positives Zeichen, dass die Mitarbeiterbeteiligung ihre Erwähnung im Koalitionsvertrag gefunden hat. Wir sind guter Dinge, dass wir bei der neuen Bundesregierung mit unserem Anliegen auf offene Ohren stoßen werden“, so Beyer.

HR-Trend Mitarbeiterbeteiligung

BPM Präsidentin und Arbeitsdirektorin der TUI AG, Dr. Elke Eller.

Der Bundesverband der Personalmanager (BPM) hat in seinem neuen Konzeptpapier die acht Trends für Human Resources 2018 vorgestellt, die aus ihrer Sicht die Personalarbeit in diesem Jahr prägen werden. Eine der Empfehlungen lautet, dass sich Unternehmen künftig mehr um Mitarbeiterbeteiligungen bemühen sollten. Damit könnten Mitarbeiter enger an das Unternehmen gebunden, die Personalfluktuation gesenkt und das Engagement sowie die Motivation der Beschäftigten gefördert werden. Darüber hinaus biete die Mitarbeiterbeteiligung gerade für Frauen, die beispielsweise in Teilzeit arbeiten und ein niedriges Einkommen haben, einen besonders wertvollen Beitrag zur Vermögensbildung. Als Mitunterzeichnerin des Berliner Appells fordert die Präsidentin des BPM, Dr. Elke Eller, daher die künftige Bundesregierung auf, dieses Thema bereits in den Koalitionsverhandlungen zu berücksichtigen.

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DFK für Verbesserung der Mitarbeiterbeteiligung

Dr. Ulrich Goldschmidt, DFK-Vorstandsvorsitzender.

Der Berufsverband Die Führungskräfte – DFK, der rund 25.000 Fach- und Führungskräfte vertritt, kritisiert die stiefmütterlich Behandlung der Mitarbeiterbeteiligung in Deutschland. „Mitarbeiterkapitalbeteiligung hat in Deutschland schon eine gewisse Tradition, wird aber gleichwohl bei der staatlichen Förderung im Vergleich zu anderen Ländern wie ein ungeliebtes Kind behandelt. Allein ein Blick nach Europa zeigt, dass unsere Nachbarn oft ein Vielfaches des deutschen Freibetrages zur Förderung einsetzen. Angesichts einer so erfolgreichen und boomenden Wirtschaft ist diese Ungleichbehandlung deutscher Arbeitnehmer völlig unverständlich. Über Jahre hinweg hat man den Arbeitnehmern eine exzellente Möglichkeit, zur eigenen Altersvorsorge beizutragen, vorenthalten“, so DFK-Vorstand, Dr. Ulrich Goldschmidt.

Der Verband fordert den Gesetzgeber auf, einen Best-practice-Ansatz auf der Basis internationaler Vergleichszahlen zu verfolgen. Danach müsse der Freibetrag für die Mitarbeiterkapitalbeteiligung auf mindestens 3.000 € angehoben werden. Ein Betrag, wie er heute z.B. schon in Österreich gilt. Die Förderung dürfe außerdem nicht nur Aktiengesellschaften, sondern müsse auch andere Gesellschaftsformen wie z.B. GmbHs erfassen und immer für alle Arbeitnehmer im Unternehmen geöffnet sein.

Jahresrückblick 2017

Rechtzeitig zum Fest, freuen wir uns, nach einem turbulenten Jahr unseren Jahresrückblick präsentieren zu können. Wir haben in dieser Ausgabe wieder Interessantes und Neues rund um die Mitarbeiterbeteiligung sowie die wichtigsten Themen, mit denen wir in den vergangenen zwölf Monaten befasst waren, zusammengetragen.

Die AGP hat mit ihrer Jahrestagung in Berlin, dem „Berliner Appell“ und mit der aktiven Mitwirkung am Tag der Teilhabe als Vertreter der Unternehmen mit Mitarbeiterbeteiligung in Deutschland deutlich Flagge gezeigt und ist auch inhaltlich federführend, wenn es um den Zusammenhang von Mitarbeiterbeteiligung, Vermögensbildung und Altersvorsorge geht.

Darüber hinaus haben wir uns sehr dafür eingesetzt, im engen Kontakt mit den Behörden in Berlin, Rechtsunsicherheiten, wie den OFD-Beschluss zu den Genussrechten, anzusprechen und auf Abhilfe zu drängen.

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Barometer zur Mitarbeiterbeteiligung in Europa

In zwanzig europäischen Ländern wird die Mitarbeiterkapitalbeteiligung mittlerweile von Seiten der Politik aktiv unterstützt. Niemals zuvor waren es mehr. Diese Maßnahmen zielen auf mehr und bessere Anreize für Mitarbeiterbeteiligungsprogramme und bestätigen damit den positiven Trend seit 2013 in Europa. In Österreich tritt zusätzlich zu den beiden bestehenden Förderprogramme am 1.1.2018 eine weitere Fördermaßname im Kraft, die unter bestimmten Bedingungen Mitarbeiterbeteiligungspläne bis zu einer Höhe von 4.500 € steuer- und sozialabgabenfrei stellt. In Frankreich ist ab 2018 eine Reduzierung der Arbeitgeberbeiträge zur Sozialversicherung für einige Beteiligungsvarianten vorgesehen. Neue Gesetzgebungen haben wir auch in Irland, den Niederlanden und in Schweden. Polen bereit entsprechende Fördermaßnahmen vor.

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Berliner Appell für mehr Mitarbeiterbeteiligung

Mit dem „Berliner Appell für mehr Vermögensbildung in Mitarbeiterhand“ fordern hochrangige Vertreter der deutschen Wirtschaft und Repräsentanten von Wirtschaftsverbänden die künftige Bundesregierung auf, bessere Rahmenbedingungen für die Mitarbeiterkapitalbeteiligung zu schaffen. Mehr Arbeitnehmer müssen an den Erfolgen ihrer Unternehmen teilhaben können.

„Die Versorgung der Menschen im Alter wird eine zentrale Frage unserer Gesellschaft. Eine langfristige und attraktive Form der Vermögensbildung ist, wenn sich Mitarbeiter an ihrem Unternehmen beteiligen können. Sie nehmen direkt am Erfolg ihrer Firma teil, sind langfristig orientierte Teilhaber und bauen Vermögen auf. Diese Form der langfristigen Beteiligung am Unternehmen und Alterssicherung braucht eine steuerliche Besserstellung der Arbeitnehmer als verantwortungsvolle Miteigentümer“, betont Joe Kaeser, Vorstandsvorsitzender der Siemens AG und einer der Initiatoren des heute veröffentlichten Aufrufs.

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Tag der Teilhabe in Berlin

Wie kann es gelingen, die Vorteile einer Mitarbeiterbeteiligung stärker in das Bewusstsein von Entscheidern in Wirtschaft und Politik zu rücken? Welche Rahmenbedingungen braucht es, um entsprechende Angebote attraktiv gestalten zu können? Diese und weitere Fragen stehen im Mittelpunkt der Konferenz „Tag der Teilhabe 2017“ am 1. Dezember 2017 in Berlin. Erneut zählen hochrangige Entscheidungsträger aus Politik, Industrieverbänden und Unternehmen sowie namhafte Wissenschaftler zu den eingeladenen Referenten. So werden u.a. Joe Kaeser, Günther Oettinger, Reiner Hoffmann und Havard Professor Richard Freeman darüber diskutieren, wie Mitarbeiterbeteiligung zur einer zentralen Säule der sozialen Marktwirtschaft wird und wie Partizipation im Zeitalter der digitalen Wirtschaft aussieht. Bis zum 27. Oktober können sich Interessierte zu einem Frühbucherpreis anmelden. Mitglieder der AGP erhalten zudem weitere Vergünstigungen.

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Wahlprüfsteine zur Bundestagswahl 2017

In Anbetracht der ungleichen Verteilung der Vermögen in Deutschland ist es dringend geboten, vor allem kleinen und mittleren Einkommensgruppen über die Kapitalbeteiligung eine relevante Vermögensbildung zu ermöglichen. Mit Blick auf die Bundestagswahl 2017 hat es den Bundesverband Mitarbeiterbeteiligung daher interessiert, wie die großen Volksparteien zu den Themen Mitarbeiterbeteiligung und Vermögensbildung stehen. Wir haben dazu Anfang August Wahlprüfsteine versendet und die Parteien gefragt, welchen Stellenwert sie den Themen beimessen und welche Maßnahmen sie zur Förderung der Mitarbeiterkapitalbeteiligung unterstützen würden. Die Antworten der Parteien haben wir Ihnen zusammengestellt. Die SPD teilte uns mit, dass sie unsere Anfrage aus zeitlichen Gründen nicht beantworten konnte. Wir beziehen uns daher auf die Antworten, die die Sozialdemokraten dem Deutschen Aktieninstitut auf deren Wahlprüfstein zur Mitarbeiterbeteiligung übermittelt haben. Von der AfD haben wir keine Antwort erhalten.

>>Die Antworten der Parteien finden Sie hier [88 KB]

Österreich plant Gesetz für Mitarbeiterstiftung

Künftig soll es in Österreich eine neue Form der betrieblichen Privatstiftung – die Mitarbeiterbeteiligungsstiftung – geben. Einen entsprechenden Gesetzesentwurf haben SPÖ und ÖVP Mitte Juni in den Finanzausschuss eingebracht. Aktien von Mitarbeitern sollen mit dem neuen Gesetz gesammelt in eine Mitarbeiterstiftung übergeben werden können. Bisher dürfen Aktien nur direkt an die Mitarbeiter ausgegeben werden und nicht an eine Stiftung. Bei bestehende Mitarbeiterstiftungen, wie bei der Voestalpine, musste dies bislang mit einer aufwendigen Konstruktion gelöst werden.

Der Entwurf sieht vor, dass für die Dauer der Betriebszugehörigkeit die Stiftung die Aktien der Mitarbeiter treuhänderisch verwaltet. Die Stimmrechte werden einheitlich ausgeübt. Dividenden werden an die Belegschaft weitergeleitet und stellen bei ihnen Kapitalerträge dar. Erst bei einer Kündigung oder der Pensionierung des Mitarbeiters werden die Wertpapiere an den Mitarbeiter übergeben, sodass er diese an der Börse verkaufen kann. Vom Unternehmen an die Stiftung zugwendete Aktien sollen laut Gesetzesinitiative beim Unternehmen als Betriebsausgaben abzugsfähig sein.

Steuerlich soll die Mitarbeiterstiftung stärker begünstigt werden, als die individuelle Übergabe von Belegschaftsaktien. Diese sind zurzeit in Österreich bis zu einem Wert von 3.000 Euro von Lohnsteuer und Sozialbeiträge befreit. Erfolgt die Übergabe künftig im Rahmen einer Mitarbeiterstiftung, sollen die Belegschaftsaktien von bis zu 4.500 Euro jährlich von Abgaben befreit sein. Das Gesetz soll 2018 in Kraft treten.

Rückblick AGP-Tagung in Berlin

Mitarbeiterbeteiligung am Kapital der Unternehmen steht für das Prinzip der Eigenverantwortung und Freiheit im Sinne Ludwigs Erhards, unterstützt den Einstieg in die Aktienorientierte Altersvorsorge und ermöglicht bei zunehmender Bedeutung der Kapitaleinkünfte auch in Zukunft Wohlstand für alle. Zu diesem Ergebnis kamen Roland Tichy, Professor Dr. Hilmar Schneider, Hans-Jörg Naumer und Dr. Norbert Kuhn auf der Tagung „Mehr Teilhabe am Kapital der Wirtschaft“ in der Siemens Hauptverwaltung in Berlin, zu der der Bundesverband Mitarbeiterbeteiligung – AGP am 10. Mai 2017 eingeladen hatte. Um die Mitarbeiterbeteiligung in Deutschland stärker zu fördern, appellierte Georg Geberth, Director Global Tax Policy von Siemens, für einen höheren Steuerfreibetrag für Mitarbeiter sowie für eine rechtsichere Regelung für die steuerliche Abziehbarkeit für Unternehmen. Die unsichere steuerliche Behandlung der Mitarbeiterbeteiligung mahnte auch Dr. Rolf Leuner von Rödl & Partner an. Immer wieder gäbe es Fälle, bei denen eine abweichende Haltung gegenüber einer langjährigen steuerlichen Bewertungspraxis der Mitarbeiterkapitalbeteiligung eingenommen würde, so der Steuerberater und Wirtschaftsprüfer.

>>Tagungsbericht [864 KB]

Positionspapier zur Bundestagswahl 2017

Die Mitarbeiterbeteiligung am Kapital der Unternehmen eröffnet breiten Schichten der Bevölkerung die Teilhabe am Erfolg der Wirtschaft und leistet dadurch einen wesentlichen Beitrag zur Vermögensbildung. In seinem heute veröffentlichten Positionspapier zur Bundestagswahl fordert der Bundesverband Mitarbeiterbeteiligung die Parteien auf, sich in ihren Wahlprogrammen für eine stärkere Förderungen der Mitarbeiterkapitalbeteiligung und der Vermögensbildung in Arbeitnehmerhand einzusetzen. "Wenn wir vermeiden wollen, dass weiterhin nur eine kleine Bevölkerungsgruppe als Eigentümer von Unternehmen und Kapital unmittelbar vom Erfolg der deutschen Wirtschaft profitiert, müssen wir die Beteiligung breiter Bevölkerungskreise am Kapital stärker fördern“, betont Dr. Heinrich Beyer, Geschäftsführer des Bundesverbands Mitarbeiterbeteiligung.

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Storck ist AGP-Sterne Preisträger 2017

Die August Storck KG wurde am 10. Mai für ihr beispielhaftes Beteiligungsprogramm für Mitarbeiter mit dem Partnerschaftspreis des Bundesverbands Mitarbeiterbeteiligung, den „AGP Sternen 2017“, ausgezeichnet. Tobias Viering, Geschäftsführer Neue Storck-Mitarbeiter-Beteiligung GmbH, nahm den Preis im Rahmen der Tagung „Mehr Teilhabe am Kapital der Wirtschaft“ in den Räumen der Siemens AG in Berlin entgegen. Mit einer Beteiligungsquote von fast 100 % und einer Beteiligungssumme im zweistelligen Millionenbereich zählt das Mitarbeiterbeteiligungsprogramm von Storck zu einem der eindrucksvollsten in Deutschland. „Für Storck ist die Mitarbeiterbeteiligung neben einer Vielzahl weiterer sozialer Leistungen ein wesentlicher Baustein, mit dem sie ihre Verantwortung gegenüber ihren Mitarbeitern ausdrückt. Dass sie diese Verantwortung ernst nimmt, liegt vor allem daran, dass sie in dem gelungenen Zusammenspiel vieler Menschen mit unterschiedlichen Talenten einen der Gründe für den Erfolg des Unternehmens sieht“, begründete Dr. Paul Reuter, 1. Vorsitzender der AGP, die Entscheidung des aus Unternehmern und Experten besetzten AGP Vorstands für die Auszeichnung.

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DAI: Mitarbeiteraktien stärker fördern

In seinem Positionspapier zur Bundestagswahl 2017 hat das Deutsche Aktieninstitut die Parteien aufgefordert ein klares Zeichen für Aktien in ihren Wahlprogrammen zu setzen. Aktien seien als Finanzierungsinstrument für Unternehmen unverzichtbar und unterstützten den Vermögensaufbau der Deutschen, so das Deutsche Aktieninstitut. Da für viele Belegschaftsaktionäre die Mitarbeiteraktie der erste Kontakt überhaupt mit der Anlageform Aktie sei, fordert das Deutsche Aktieninstitut unter anderem attraktivere steuerliche und sozialversicherungsrechtliche Rahmenbedingungen für die Mitarbeiterbeteiligung. Im internationalen Vergleich nutze Deutschland die Kapitalbeteiligung in Arbeitnehmerhand unzureichend als Instrument der Vermögensbildung. So verhindere der aktuelle Rabatt von 360 Euro, den Unternehmen ihren Arbeitnehmern bei der Ausgabe von Mitarbeiteraktien gewähren können, oftmals die Beteiligung an Belegschaftsaktienprogrammen, da es für Mitarbeiter schwer nachvollziehbar sei, dass sich wegen der Steuerzahlungen das Nettogehalt verringere, obwohl das Unternehmen die Aktien unter dem Marktpreis ausgibt. Der steuer- und sozialabgabenfrei mögliche Höchstbetrag für Mitarbeiterbeteiligungen sollte daher nach Ansicht des Deutschen Aktieninstituts auf mindestens 1.000 Euro pro Jahr erhöht werden.

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Mehr Anreize für Vermögensbildung der Arbeitnehmer

Anlässlich der Verabschiedung des 5. Armuts- und Reichtumsberichts äußerte der arbeitsmarkt- und sozialpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Karl Schiewerling, die Sorge, dass in Deutschland das Vermögen im europäischen Vergleich statistisch gesehen auf relativ wenige Personen verteilt ist. „Diese Entwicklung sollte sich nicht verfestigen. Hier muss der Staat mit Eigenheimförderung, Baukindergeld oder Mitarbeiterkapitalbeteiligung Anreize für Vermögensbildung in Arbeitnehmerhand setzen“. Die Union setze sich dafür ein, dass noch mehr Menschen vom wirtschaftlichen Aufschwung und Wohlstand profitieren, so Schiewerling in einer Pressemitteilung vom 12. April 2017.

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[Bildquelle: Teamfoto Marquardt. Dieses Foto ist unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland) lizenziert.]

Mitarbeiterbeteiligung stärker fördern

Der Frankfurter CDU-Bundestagsabgeordnete Matthias Zimmer fordert eine bessere steuerliche Förderung der Mitarbeiterbeteiligung. Da die betriebliche Altersvorsorge bislang sehr stark auf festverzinslichen und damit deutlich geringer rentierlichen Anlagen basiert, wären Anlagen in höher rentierliche Unternehmensbeteiligungen eine ideale Ergänzung und könnten zur Stärkung der Attraktivität der Betriebsrenten beitragen, so Zimmer in einer Pressemitteilung vom 24. März 2017. Derzeit befindet sich das Betriebsrentenstärkungsgesetz im parlamentarischen Verfahren mit dem der steuerfreie Höchstbetrag in der kapitalgedeckten betrieblichen Altersversorgung von 4 auf 8 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze angehoben werden soll. Zimmer fordert, diese Anhebung auch für Mitarbeiterkapitalbeteiligungsmodelle nachzuvollziehen. „Mit einer steuerlichen Gleichbehandlung von betrieblicher Altersvorsorge und materieller Mitarbeiterbeteiligung könnten wir meines Erachtens beide Vorsorgemöglichkeiten stärken, wenn durch eine mögliche spätere Übertragung der Mitarbeiterkapitalbeteiligung in die betriebliche Altersvorsorge keine Steuer- und Beitragspflicht ausgelöst wird“, so Zimmer weiter.

Neue Zahlen zur Mitarbeiterbeteiligung in Europa

Immer mehr europäische Aktiengesellschaften machen ihre Mitarbeiter zu Aktionären. Trotz Wirtschafts- und Finanzkrise ist in Europa die Zahl der Unternehmen, die ihren Mitarbeitern ein Belegschaftsaktienprogramm anbieten, in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Waren es 2009 noch 39 Prozent so beteiligten in 2016 53 Prozent der europäischen Aktiengesellschaften ihre Mitarbeiter als Anteilseigner an der wirtschaftlichen Entwicklung. Darüber hinaus verdoppelte sich in demselben Zeitraum auch das Anlagekapital auf durchschnittlich 23.000 € pro Belegschaftsaktionär. Deutschland ist im europäischen Vergleich in der unteren Hälfte zu finden. Hier bieten nur 39 Prozent der Aktiengesellschaften ein Belegschaftsaktienprogramm an. Im Durchschnitt kommt jeder beteiligte Mitarbeiter auf ein Anlagewert von 17.000 €.

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Bundesverband Mitarbeiterbeteiligung - AGP