Hering GmbH & Co. KG

Das Unternehmen

Seit über 120 Jahren ist die Hering Gruppe ein mittelständisches, familiengeführtes Bauunternehmen mit internationaler Ausrichtung, doch festen Wurzeln am heimischen Standort. Heute ist Hering in vielen Spezialgebieten rund um das Bauwesen Marktführer. Die Produkt- und Dienstleistungspalette reicht von Planung, Bau, Betreibung und Finanzierung öffentlicher WC-Anlagen über Bahnsteigdächer und Überdachungssysteme für öffentliche Plätze bis hin zu Lärmschutz, Bahnsteigen, Gleis- und Weichenumbauarbeiten und schienengebundenen Großmaschinen. Basis für den Erfolg ist dabei u.a. die hohe Wertschätzung für die fast 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die verantwortungsvolle Verbindung von Ökonomie und Ökologie

Das Beteiligungsmodell

Hering tut viel für seine Mitarbeiter, weil sie viel für das Unternehmen tun! Seit 1971 gibt es bei Hering ein lebendiges Mitarbeiterbeteiligungsmodell, mit dem die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Unternehmenserfolg beteiligt werden und die Vermögensbildung unterstützt wird.

Die Hering Gruppe unterteilt sich in mehrere rechtlich selbst- und unselbstständige Unternehmensbereiche, deren Einzelergebnisse alle in die Gewinnbeteiligung einfließen. In allen Bereichen wird dazu eine Gewinn- und Verlustrechnung sowie eine Bilanz erstellt. Hieraus ergibt sich in der Gesamtbetrachtung ein Gewinn nach Steuern, der die Ausgangsbasis für die Ermittlung der betrieblichen Gewinnanteile darstellt.

Von diesem Gewinn erhalten die Mitarbeiter-Partner einen Prozentsatz, der von der Unternehmensleitung vorgeschlagen und in einem Partnerschaftsausschuss – bestehend aus je einem gewählten Mitglied jedes Unternehmensbereiches, den Geschäftsführern bzw. Unternehmensbereichsleitern sowie einem Betriebsratsmitglied – festgelegt. Nach einem einheitlichen Verfahren wird dann in jeder einzelnen Gesellschaft ein Mitarbeiter-Gewinnanteil ermittelt. Von diesem werden 60% dem Fonds der Hering Gruppe zugewiesen und 40% verbleiben zur unmittelbaren Verteilung an die einzelnen Mitarbeiter-Partner.

Aus dem Gruppenfonds werden zunächst die Gewinnanteile für die Mitarbeiter-Partner ermittelt, die in einem Bereich beschäftigt sind, der keinen operativen Gewinn erzählt, sondern ggf. nur außerordentliche Erträge. Hier ist von den administrativen Bereichen die Rede, die für die Hering Gruppe Dienstleistungen wie beispielsweise Buchhaltung, Marketing und Personalmanagement erbringen. Hieraus wird die jeweilige Gewinnbeteiligung der Mitarbeiter-Partner dieser Bereiche ermittelt. Die dann verbleibenden Mittel werden wieder an die operativen Unternehmensbereiche zurückverteilt und stehen dort den Mitarbeiter-Partnern zur Verfügung. Schlüssel für die Verteilung sind die betrieblichen Lohn- und Gehaltssummen.

Die Gutschrift auf den persönlichen Partnerschaftskonten erfolgt nach der Sitzung des Partnerschaftsausschusses im Sommer des Folgejahres.

Beteiligungsberechtigt sind die volljährigen Mitarbeiter, die am 1. Januar des Beteiligungsjahres mindestens neun Monate in einem ungekündigten Beschäftigungsverhältnis mit der Hering Gruppe stehen.

Im Rahmen der Mitarbeiterpartnerschaft ist auch die Ansparung der Gewinnausschüttungen auf Lebensarbeitszeitkonten möglich. Dies kann jeder Mitarbeiterpartner individuell für sich entscheiden. Lebensarbeitszeitkonten sind eine Möglichkeit, vorzeitig und abschlagsfrei in den Ruhestand zu treten. Neben den Gewinnausschüttungen kann das Konto auch mit betrieblichen Sonderzahlungen wie Gesundheitsprämie gefüllt werden.

Die Ziele

Für den Erfolg und die Sicherung des Unternehmens ist das Handeln aller, nämlich der Unternehmer und der Mitarbeiter maßgeblich. Den Mitarbeitern soll über das individuelle Entgelt hinaus eine Beteiligung am Gewinn des Unternehmens gesichert werden. Dieses Beteiligungssystem wird „Partnerschaftsmodell“ bezeichnet, weil es über eine reine Gewinnbeteiligung hinausgeht. Zum verantwortlichen Handeln des Einzelnen gehört in besonderer Weise das partnerschaftliche Miteinander in der der gesamten Unternehmensgruppe.

Der Erfolg

Zur Mitarbeiterpartnerschaft gehört auch der Sozialfonds „Restcent“, der eindrucksvoll beweist, dass das Kleine hinter dem Komma großes bewirken kann. Maximal 49 Cent der monatlichen Gehaltsabrechnung fließen dort hinein. In der Vergangenheit konnten aus diesem Sozialfonds bereits einigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern geholfen werden, die unverschuldet in finanzielle Nöte geraten sind.

Aus besagtem Partnerschaftsausschuss ging im Übrigen auch die Idee des bereits beschriebenen Lebensarbeitszeitkontos hervor. Darüber hinaus unterstützen die Instrumente der Mitarbeiterpartnerschaft auch die Bindung jedes Einzelnen an das Unternehmen.

Die Erfahrung aus über 40 Jahren hat Hering bestätigt, dass die Mitarbeiterpartnerschaft ein wichtiger Bestandteil des Unternehmenserfolges ist. Dabei sind materielle und immaterielle Beteiligung gleich wichtige Bestandteile einer gut funktionierenden Kooperation. Über das eigene Wohl hinaussehen bringt einen Nutzen, der mit dieser Partnerschaft auch bewertbar geworden ist.

Stimmen zum Beteiligungsmodell

„Das Hering-Partnerschaftsmodell ist eine gute Einrichtung und hat viele Vorteile für die Mitarbeiter. Es beinhaltet verschiedene Themen wie die Beteiligung der Mitarbeiter am Unternehmensgewinn. Verbesserungsvorschläge werden prämiert, bei der Aktion Restcent wird Geld zugunsten von in Not geratenen Mitarbeitern gesammelt und ausgeschüttet. Lebensarbeitszeitkonten sind ins Leben gerufen, die jeder Mitarbeiter individuell für seine Bedürfnisse einrichten kann. Ich finde, insgesamt ist das eine sehr gute Sache und sicherlich nicht selbstverständlich, dass ein Unternehmen sich in dieser Form für die Mitarbeiter einsetzt.“
Maike Arhelger, Mitglied des Partnerschaftsausschusses

Bundesverband Mitarbeiterbeteiligung - AGP