Dialog mit Politik und Verbänden

Die AGP wirkt als Fachverband zum Thema Mitarbeiterbeteiligung in Expertengremien der Wirtschaftsverbände, Sozialpartner und Parteien mit und berät diese bei der Verbesserung der steuerlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen der Mitarbeiterkapitalbeteiligung und erarbeitet Vorschläge und Stellungnahmen zu entsprechenden Gesetzesinitiativen.

So hat die AGP u.a. wesentlich an der aktuellen Neufassung des Mitarbeiterkapitalbeteiligungsgesetzes (MKBG) von 2009 sowie dessen Revision von 2010 mitgewirkt und sich dafür eingesetzt, dass die Förderung im Rahmen des Möglichen ausgeweitet wurde. >>weiterführende Informationen zum MKBG

AGP Wahlprüfsteine zur Mitarbeiterbeteiligung

Die Teilhabe von breiten Bevölkerungskreisen am Kapital der Unternehmen in Form von Aktien oder sonstigen Anteilen ist ein wesentlicher Bestandteil von Ludwig Erhardts Konzept der Sozialen Marktwirtschaft. Sie dient dem Ziel, eine gleichmäßigere Vermögensverteilung in der Gesellschaft zu erreichen und auch nichtselbständigen Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen eine relevante Vermögensbildung zu ermöglichen („Wohlstand für alle“).

Während in Österreich die Mitarbeiterbeteiligung vor allem bei der ÖVP und der Partei des Magna Gründers Frank Stronach ein wichtiges Wahlkampfthema für die Nationalratswahl am 29. September 2013 ist, vernimmt man von den deutschen Parteien im Vorfeld der bevorstehenden Bundestagswahl weder öffentliche Stellungnahmen, noch findet sich Ausführliches in ihren Wahlprogrammen dazu. Dabei ist Deutschland im europäischen Vergleich seit Jahren eines der Schlusslichter bei der Verbreitung von Beteiligungsprogrammen in den Unternehmen.

Als Bundesverband für Mitarbeiterbeteiligung und Vertreter der Unternehmen mit Mitarbeiterbeteiligung in Deutschland hat es uns daher interessiert, wie die großen Volksparteien zu diesem Thema stehen.

Wir haben dazu Anfang August Wahlprüfsteine an AfD, Bündnis 90/Die Grünen, CDU, CSU, FDP, DIE LINKE, Piratenpartei und SPD gerichtet und um eine Stellungnahme gebeten, welchen Stellenwert sie der Mitarbeiterbeteiligung gesellschaftspolitisch und im Hinblick auf die Vermögensbildung breiten Bevölkerungskreisen beimessen. Außerdem wollten wir wissen, welche konkreten Maßnahmen sie zur weiteren Förderung der Mitarbeiterbeteiligung in Deutschland zu unternehmen gedenken.

Die Antworten der Parteien auf unsere Wahlprüfsteine finden Sie hier:

>> Bündnis 90/Die Grünen [78 KB]
>> CDU/CSU [139 KB]
>> FDP [52 KB]
>> DIE LINKE [8 KB]
>> Piratenpartei [195 KB]
>> SPD [21 KB]

Anhörung im EU-Parlament

EU Kommissar Michel Barnier (2. v.l.)

Im Rahmen der Anhörung „Europäische Politik für Mitarbeiterbeteiligung“ am 22. März 2012 im EU-Parlament sprachen sich der EU Kommissar für Binnenmarkt und Dienstleistungen, Michel Barnier, sowie die Vorsitzende des Ausschusses für Beschäftigung und soziale Angelegenheiten im EU-Parlament, Pervenche Berès, für eine stärkere Unterstützung der Mitarbeiterbeteiligung in Europa aus. Für beide stellt die Mitarbeiterbeteiligung ein wichtiges Zeichen für den sozialen Zusammenhalt in Europa dar.

An der Anhörung nahmen mehr als 100 Vertreter aus Unternehmen, Verbänden, Wissenschaft und des EU-Parlamentes teil. Über den aktuellen Stand der Mitarbeiterbeteiligung in Deutschland berichteten Dr. Heinrich Beyer, Geschäftsführer der AGP, sowie Alexander Graf von Schwerin, Vertreter des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) im Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschusses.

In Übereinstimmung mit den Empfehlungen des Europäischen Wirtschaft- und Sozialausschusses wurde dem EU-Parlament eine Budgetlinie vorgelegt, mit dem die Entwicklung der Mitarbeiterbeteiligung in allen Europäischen Ländern weiter gefördert werden soll. Die Anhörung fand auf Einladung von Frau Pervenche Berès mit Unterstützung der Gruppe der Sozialisten und Demokraten im EU-Parlament statt.

>>Abschlussbericht [707 KB]
>>zur Dokumentation der Veranstaltung

Bundesverband Mitarbeiterbeteiligung - AGP